Neu gestaltete Webseite des Stadtarchivs
Am 2. April endete vor 81 Jahren mit dem Einzug amerikanischer und britischer Truppen in Münster nicht nur das Kriegsgeschehen in der Stadt, sondern auch das Leid vieler Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.
Rund 12.000 Menschen wurden in der Zeit zwischen 1939 und 1945 nach Münster verschleppt. Als Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter halfen sie in der Landwirtschaft, auf dem Bau, in der Verwaltung, in Industriebetrieben, bei der Reichsbahn oder bei der Beseitigung von Trümmern und Kriegsschäden. Die Webseite „Zwangsarbeit in Münster 1939 – 1945“ unterstützt Interessierte dabei, sich dieses oft verdrängte Kapitel der Stadtgeschichte differenziert zu erschließen und individuelle Schicksale nachzuvollziehen.
Die überarbeitete Internetpräsenz erleichtert die Zugänglichkeit und die Recherche durch eine optimierte Navigationsstruktur. Eine integrierte Übersetzungsfunktion bietet Menschen aus dem Ausland, deren Geschichte mit dem Thema Zwangsarbeit verbunden ist, die Möglichkeit, nach Spuren ihrer Angehörigen zu suchen.
An die Schicksale der Menschen, die zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden, erinnert auch die Stele am ehemaligen Lager Mecklenbeck. Auch über den an der Steele angebrachten QR-Code kann auf die neu gestaltete Website zugegriffen werden.
