„Ein Altersbericht ohne Alte“

Senioren-Union Münster zum 9. Altersbericht der Bundesregierung

Die Senioren-Union Münster kritisiert den 9. Altersbericht der Bundesregierung als „Ein Altersbericht ohne Alte“ und fordert mehr Beteiligung der Betroffenen nach dem Prinzip „Nichts über uns ohne uns“. Wenn Teilhabe nur am Rand stattfinde, gehe wichtige Kompetenz verloren.

Gleichzeitig wird der Bericht als wichtiger Beitrag zur Analyse der Lebenssituation älterer Menschen gewürdigt. Er beschreibt zentrale Herausforderungen des demografischen Wandels, etwa die steigende Zahl Hochaltriger, veränderte Lebensverläufe und die Bedeutung gesellschaftlicher Teilhabe.

„Der Bericht zeigt, wie der demografischen Wandel unsere Gesellschaft verändert: Die Zahl hochaltriger Menschen wächst, der Pflegebedarf steigt und gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass ältere Menschen weiterhin aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Alterspolitik ist deshalb immer auch Gesellschafts- und Generationenpolitik“, erklärt die Vorsitzende der Senioren-Union Münster Erika Gericke.

Positiv sei festzustellen, dass aktives und selbstbestimmtes Altern, das Engagement älterer Menschen sowie mehr Aufmerksamkeit für Einsamkeit und Diskriminierung hervorgehoben werden. Zugleich fordert die Senioren-Union Verbesserungen bei Mobilität, Pflege, Gesundheitsversorgung und barrierefreiem Wohnen.

„Entscheidend ist, dass Politik sich auf die realen Lebensfragen älterer Menschen konzentriert“, betont Gericke. „Wir brauchen eine Politik, die Generationengerechtigkeit, soziale Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe im Alter gleichermaßen stärkt. Wie wollen, dass diese Themen stärker in den Blick genommen werden und gehen davon aus, dass wir künftig gehört und beteiligt werden.“

22.03.2026

Hinterlasse einen Kommentar