Weber: Es wird höchste Zeit, den Bürgerwillen zu beachten
In der CDU-Ratsfraktion hat die Kurskorrektur der Grünen-Fraktion und der Mitte-Bezirksbürgermeisterin, Straßenumbenennungen nicht länger zu verfolgen, Anerkennung gefunden. Gleichzeitig ist man bei der CDU erstaunt darüber, dass sich der Oberbürgermeister mehr als eine Woche nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid gegen Straßenumbenennungen noch nicht dazu geäußert hat. „Bürgerentscheide sind selten, haben gesamtstädtische Bedeutung und eine öffentliche Einordnung des Oberbürgermeisters verdient“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Weber.
Weber bot zur Kurskorrektur der Grünen die konstruktive Zusammenarbeit der CDU an, um bereits in der kommenden Ratssitzung im März die erforderlichen Beschlüsse für ein Ende der Umbenennungen zu fassen, welches die CDU schon im Sommer 2025 gefordert hat. Zugleich sollte ein gemeinsamer Weg für ein „begehbares Geschichtsbuch“ geebnet werden, das historische Persönlichkeiten und Ereignisse sichtbar macht und eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte ermöglicht.
Konkret liegt dem Rat immer noch ein Antrag der Bezirksvertretung Mitte mit dem Ziel vor, die Manfred-von-Richthofen-Straße, die Andreas-Hofer-Straße und die Ostmarkstraße mit insgesamt rund 1.000 Wohnadressen umzubenennen. Anders als bei den Straßen, deren Umbenennung von den Bürgern am 8. Februar abgelehnt und damit ein Beschluss der Bezirksvertretung Mitte revidiert worden ist, fällt die Entscheidung hier aufgrund ihrer stadtweiten Bedeutung in die Zuständigkeit des Rates. „Es wird höchste Zeit, das Thema zu beenden und den Bürgerwillen zu beachten“, sagte Weber.
CDU-Ratsfraktion, 15.02.2026
