CDU sieht Wegfall des Schülerspezialverkehrs äußerst kritisch

Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefährdet

Der sogenannte Schülerspezialverkehr bedeutet für viele Kinder mit besonderen Bedürfnissen, langen Schulwegen oder fehlender Bus- oder Bahnanbindung einen verlässlichen und sicheren Schulweg. Zugleich entlastet dieses System Familien, wenn beide Elternteile berufstätig sind. Ein Wegfall, wie ihn die Stadtverwaltung erneut vorschlägt, würde für viele Familien erhebliche Mehrbelastungen bedeuten mit längeren Fahrzeiten, zusätzlichem Betreuungsaufwand und organisatorischen Unsicherheiten. In Münster wären 262 Kinder betroffen. Darauf hat die CDU im Rathaus äußerst kritisch aufmerksam gemacht. 

„Für betroffene Kinder drohen unzumutbare Schulwege, Verspätungen im Unterricht oder im Extremfall sogar ein erzwungener Schulwechsel. Insgesamt wären negative Auswirkungen auf Bildungs- und Chancengerechtigkeit und auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erwarten“, sagte Ratsherr Meik Bruns, schulpolitischer CDU-Sprecher und Vorsitzender des städtischen Schulausschusses. Bei einem Wegfall des Schülerspezialverkehrs stehe in Einzelfällen möglicherweise die Existenz von Schulen auf dem Spiel, in denen ein hoher Schüleranteil die Schulen via Spezialverkehr erreicht.

Im Detail ergibt sich dieses Bild betroffener Kinder:

Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule (Nienberge)46
Astrid-Lindgren-Schule (Gelmer)9
Clemensschule (Hiltrup)16
Davertschule (Amelsbüren)17
Eichendorffschule14
Grundschule Loevelingloh71
Grundschule Sprakel13
Gymnasium Wolbeck2
Idaschule12
Kardinal-von-Galen-Schule (Handorf)15
Ludgerusschule (Hiltrup)1
Marienschule (Hiltrup)0
Marienschule (Roxel)11
Matthias-Claudius-Schule (Handorf)9
Nikolaischule Wolbeck9
Paul-Gerhardt-Schule (Hiltrup)1
Schulzentrum Hiltrup16
Summe262

CDU Ratsfraktion, 03.02.2026

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